
Eine mutige, aber auch überwältigende Entscheidung, die die Familien Robert Schmitt, Wendelin Priller, Matthias Walter und Wolfgang Reinhardt getroffen haben, als sie die Wiederbelebung des Indutriedenkmals beschlossen. Denn es gibt in der Haunestadt kaum ein Gebäude, dass so sehr mit der Identifikation der Kommune und dem Savoir-vivre, der guten Lebensart Hünfelds verbunden ist, wie das alte Aha-Gebäude. Denn hier wurde über Jahrzehnte unter anderem der edle Aha Excelsior Magen-Elixier, aber auch der 'Rhönwurz' hergestellt, zwei Produkte, die Hünfeld weit über die Grenzen der Region bekannt machten. Klar, dass sich da auch Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel engagierte, um das alte Gemäuer wieder mit Leben zu erfüllen. Nach jahrelangen Leerstand und auch des Verfalls- lediglich eine Wohn- und eine kleine gastronomische Nutzung fanden in dieser Zeit statt, während der größte Teil des Komplexes in eine Art Dornröschenschlaf versunken war- wird das Haus Aha zu einer atmosphärischen anregenden Stätte der Arbeit, gepflegter Gastlichkeit, Kultur und Begegnung. Die Investorengruppe fand mit Charly Möller einen engagierten und auch visionären Architekten, der es mit modernen Ideen und der Formensprache von heute verstand, das historische Gebäudeensemble nicht nur zu sanieren und damit das unverwechselbare Gesicht zu erhalten, sondern auch mit sensibel eingefügten Neubauanteilen für eine neue Nutzung zu erschließen. Die dabei entstandenen Nutzflächen und deren Aufteilung sind ebenfalls eindrucksvoll und markieren dabei auch den Wandel, auch wenn es Anklänge an die Vergangenheit gibt, nicht nur in Stil: Im hinteren Gebäudebereich befindet sich seit Ende August 2005 auf einer Fläche von 350 Quadratmetern eine hochwertige Erlebnisgastronomie. Gerhard Adlt, eine Hünfelder Gastwirtinstitution, gab der Gaststätte den Namen, 'Aha'. Eine Hommage an den einstigen Eigentümer und Fabrikanten, aber auch ein treffsicherer Hinweis darauf, dass hier das Leib- und Magengetränk, das einst an diesem Ort hergestellt wurde, verköstigt werden kann, Nomen est omen. Etwa 15 Menschen arbeiten in Voll- oder Teilzeit in dem gastronomischen Betrieb.
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